Luft holen in der Liquiditätsplanung – Steuern können gestundet werden!

Mitarbeiter und Rechnungen am Monatsende immer noch bezahlen zu können, ist aktuell eine große Herausforderung. Liquidität ist King! Steuerzahlungen sind ein großer Brocken – und genau da hat die Regierung jetzt sehr wirkungsvoll angesetzt. Es gibt nun die Möglichkeit von Steuerstundungen in Milliardenhöhe. Außerdem wird auf die Vollstreckung bis Jahresende verzichtet!

Was jetzt geht

  • Die Gewährung von Stundungen wird erleichtert. Die Finanzbehörden können Steuern stunden, wenn die Einziehung eine erhebliche Härte darstellen würde. Die Finanzverwaltung wird angewiesen, dabei keine strengen Anforderungen zu stellen. Damit wird die Liquidität der Steuerpflichtigen unterstützt, indem der Zeitpunkt der Steuerzahlung hinausgeschoben wird.
  • Vorauszahlungen können leichter angepasst werden. Sobald klar ist, dass die Einkünfte der Steuerpflichtigen im laufenden Jahr voraussichtlich geringer sein werden, werden die Steuervorauszahlungen unkompliziert und schnell herabgesetzt. Die Liquiditätssituation wird dadurch verbessert.
  • Auf Vollstreckungsmaßnahmen (z. B. Kontopfändungen) beziehungsweise Säumniszuschläge wird bis zum 31. Dezember 2020 verzichtet, solange der Schuldner einer fälligen Steuerzahlung unmittelbar von den Auswirkungen des Coronavirus betroffen ist.

Bei den Steuern, die von der Zollverwaltung verwaltet werden (z.B. Energiesteuer und Luftverkehrssteuer), ist die Generalzolldirektion angewiesen worden, den Steuerpflichtigen in entsprechender Art und Weise entgegenzukommen. Gleiches gilt für das Bundeszentralamt für Steuern, das bei seiner Zuständigkeit für die Versicherungssteuer und die Umsatzsteuer entsprechend verfahren wird.

Die Verwaltungsanweisungen sind noch in der Abstimmung. Erste Anlaufstelle wäre dein zuständiges Finanzamt.

Weitere Informationen:

Zur Seite des Bundesministerium der Wirtschaft
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